Zollreport aus #Bonn: Autos aus #Libyen #geschmuggelt – Mehr als 100 #Zollbeamte durchsuchen 25 #Objekte!

Essen/ Aachen/ Bonn

Mehr als 100 Beamte des Zollfahndungsamts Essen sowie der Hauptzollämter Aachen, Köln und Duisburg durchsuchten gestern insgesamt 25 Wohn- und Geschäftsräume in Bonn und Umgebung wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Steuerhinterziehung.

Die Maßnahmen richteten sich gegen bislang 11 tatverdächtige Autohändler, die im Verdacht stehen, seit 2017 hunderte Kraftfahrzeuge aus Libyen in die Europäische Union eingeführt zu haben, ohne die fälligen Einfuhrabgaben (Zoll und Einfuhrumsatzsteuer) zu entrichten.

Die Fahrzeuge wurden den bisherigen Ermittlungen zufolge, regelmäßig über eine Fährverbindung zwischen Tunesien und Frankreich in die Europäische Union verbracht und anschließend von verschiedenen Fahrern bis in den Großraum Bonn gefahren. Dort wurden sie dann von den Tatverdächtigen übernommen und später zum Kauf angeboten. Dabei gaben die Fahrer bei der Überführung wohl offensichtlich zunächst an, die mit libyschen Kennzeichen versehenen Fahrzeuge im Rahmen einer Urlaubs- bzw. Geschäftsreise zu nutzten, so dass ihnen die Fahrzeuge in Frankreich zunächst zur vorübergehenden Verwendung überlassen wurden. Dieses Zollverfahren schließt jedoch u.a. den Verbleib und Verkauf innerhalb der Europäischen Union ohne Entrichtung von Einfuhrabgaben aus.

Im Ergebnis der heutigen Durchsuchungen stellten die Zöllner u.a. umfangreiche Geschäftsunterlagen sowie mehr als 150.000,- Euro Bargeld sicher.

Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen im Auftrag des Hauptzollamts Aachen.

Info: Weitergehende Informationen zum Thema „Vorübergehende Verwendung“ finden sich auf www.zoll.de

Zollfahndungsamt Essen