Ein Kirmeswochenende im thüringischen Winterstein (Landkreis Gotha) hat ein tragisches Ende genommen: Ein 18-Jähriger ist tot in der Emse gefunden worden, einem Fluss, der durch den Ort fließt. Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen von einem Unglück aus.
Was die Polizei sagt
Der junge Mann kam nach Angaben der Polizei in der Nacht von Freitag auf Samstag ums Leben, berichten MDR Thüringen und die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Gefunden wurde er laut MDR am Samstagmorgen leblos im Fluss. „Aktuell deutet alles auf einen Unfall hin“, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale der Polizei am Sonntag laut dpa und BILD.
Nach Angaben der Polizei gibt es derzeit keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen oder Fremdverschulden. Die Ermittler gehen laut MDR bislang davon aus, dass der 18-Jährige gestürzt ist. Die genaue Todesursache werde noch untersucht, die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Ob eine Obduktion angeordnet wurde, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.
Am Abend zuvor auf der Kirmes
Am Freitagabend hatte in Winterstein eine Kirmesfeier stattgefunden. Lokalen Medienberichten zufolge hatte der junge Mann dort selbst noch mitgefeiert, berichtet dpa. Wie es danach zu dem Unglück kam, ist bislang nicht geklärt. Der junge Mann stammte laut BILD nicht aus Winterstein selbst, sondern aus der Umgebung.
Kirmes abgesagt – Trauer im Dorf
Für das Wochenende waren in dem Ort mit laut BILD rund 800 Einwohnern weitere Feiern geplant. Die Kirmesgesellschaft Winterstein sagte diese nach dem Todesfall ab, wie sie in sozialen Medien mitteilte (MDR). Laut BILD sagte Ortsteilbürgermeister Manuel Venter, auch für ihn sei es undenkbar gewesen, in dieser Situation weiterzumachen.
Statt Musik herrschte im Festzelt am Samstagabend laut BILD Stille. Einige Menschen saßen demnach zusammen, Notfallseelsorger waren im Einsatz. Am Sonntagmorgen fand laut BILD ein Trauergottesdienst statt. Die Kirmesgesellschaft erklärte laut BILD, man sei in Gedanken bei den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen.
Quellen: MDR Thüringen, SZ/dpa, inSüdthüringen, BILD
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