Die AfD-Fraktion fordert die Hessische Landesregierung auf, sich im Bundesrat gegen die vollständige Verlagerung der Aufsichtskompetenz über die Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) und die Eurex (European Exchange) an die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA (European Securities and Markets Authority) zu stellen. Dazu sagt der europapolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Christian Rohde:
„Die vollständige Zentralisierung der Aufsicht über die hessischen Börsen bei der ESMA in Paris, bringt unterm Strich keinen Mehrwert, sondern lediglich einen Zuwachs an Bürokratie, längere Wege und weniger Marktnähe. Die angestrebten positiven Effekte wie mehr Effizienz bei grenzüberschreitenden Prozessen lassen sich auch mit milderen Mitteln erreichen. Unserer Ansicht nach verstößt die angestrebte Zentralisierung gegen das Subsidiaritätsgebot.
Die AfD-Fraktion teilt die Bedenken der IHK Frankfurt, welche im Dezember 2025 ausdrücklich vor einer Überregulierung gewarnt hat. Das bisherige duale Aufsichtssystem genügt. Es ist marktnah, wettbewerbsfördernd und hat sich als funktional bewährt. Wir fordern die Hessische Landesregierung auf, sich im Bundesrat gegen die Übertragung der Aufsichtskompetenz auf die ESMA zu stellen. Die Aufsicht über die hessischen Börsen muss in Hessen bleiben!“
Pressemitteilung AfD-Fraktion im Hessischen Landtag