Trump zieht riesige Armada vor Iran zusammen

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US-Präsident Donald Trump verschärft den Ton gegenüber Teheran: Die verbliebenen iranischen Atomanlagen könne man „in zehn Minuten“ erledigen, sagte er am Samstagabend. Gleichzeitig verstärken die USA ihre Militärpräsenz in der Region – und der Iran droht mit einer Antwort ohne geografische Grenzen.

Trumps Drohung in Mar-a-Lago

Gefallen sind die Worte laut Fox News und Times of India am Samstag (31. Oktober) am Rande einer Halloween-Party in Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida. Die USA hätten das iranische Atomprogramm bereits „ausgeschaltet“, sagte Trump demnach. Um „ein oder zwei Anlagen“ müsse man sich noch kümmern, das lasse sich aber „in zehn Minuten“ erledigen. Als mögliches Ziel nannte er den sogenannten „Pickaxe Mountain“ (Spitzhacken-Berg). Unter dem Berg wird laut BILD ein Atomkomplex vermutet; er liegt demnach in der Provinz Isfahan nahe der Atomanlage Natans. Die iranische Regierung bestreitet laut BILD, dass dort an einem Atomprogramm gearbeitet wird.

Zugleich betonte Trump laut Fox News, die USA hätten es „nicht so eilig“. Die Gespräche mit dem Iran liefen „gut“, die Iraner seien aber „nicht sehr zuverlässig“. Außenminister Marco Rubio erklärte laut Fox News und BILD, über neue Angriffe sei noch nicht entschieden; die USA seien offen für eine diplomatische Lösung.

Wie groß ist die „Armada“ wirklich?

BILD berichtet von einer „riesigen Flotte“ im Arabischen Meer: drei Flugzeugträger, 17 Kriegsschiffe und mehr als 20.000 Soldaten, die binnen 96 Stunden nach einem Befehl angreifen könnten. Diese Gesamtzahlen konnten wir in anderen Quellen nicht in dieser Form bestätigen. Belegt ist laut den Berichten Folgendes:

  • Laut dem Flottentracker von USNI News (Stand 26. Oktober) operieren die Flugzeugträger USS George Washington und USS George H.W. Bush mit ihren Verbänden im Arabischen Meer. Das US-Zentralkommando CENTCOM zeigt beide Träger im Einsatz für die Seeblockade gegen iranische Häfen.
  • Ein dritter Träger, die USS Theodore Roosevelt, sowie ein weiterer Marineinfanterie-Verband sind laut AP und Wall Street Journal unterwegs – mit rund 9.000 bis 10.000 zusätzlichen Soldaten. Ankommen sollen sie laut WSJ bis Ende November.
  • Laut Stars and Stripes könnte die Roosevelt allerdings einen der bereits vorhandenen Träger ablösen. Wie groß die Aufstockung am Ende ausfällt, sei deshalb unklar.

Heißt: Die US-Präsenz in der Region ist tatsächlich massiv und wird weiter verstärkt. Drei Träger gleichzeitig vor Ort sind nach den vorliegenden Berichten aber derzeit nicht belegt. Die BILD-Angabe von 96 Stunden Vorlaufzeit findet sich nur bei BILD.

Teheran droht mit Vergeltung

Irans Oberster Führer Modschtaba Chamenei sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA vor Militärkommandeuren, auf jede Art von Bedrohung durch die USA oder Israel müsse eine sofortige Antwort folgen – ohne geografische Begrenzung. Armeesprecher Mohammed Akraminia warnte laut BILD im Staatsfernsehen, ein neuer Krieg könne länger dauern als der bisherige, und Trump könne Zeitpunkt und Bedingungen seines Endes nicht diktieren.

Zum Hintergrund: Der Krieg begann laut Times of India am 28. Februar mit amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran. Am Dienstag finden in den USA die Zwischenwahlen statt. Laut Wall Street Journal hatte Trump Beratern gesagt, er erwarte, die Bombardierungen im November wieder aufzunehmen.

Quellen: BILD, Fox News, Times of India, USNI News, AP, Wall Street Journal, Stars and Stripes

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