Ruhstorf an der Rott – Was Polizisten auf der Autobahn entdeckten, ließ selbst erfahrene Beamte den Kopf schütteln. Bei einer Kontrolle in Niederbayern stoppten sie ein Fahrzeug – und fanden darin eine gefährliche und völlig überladene Familienfahrt. In dem Wagen saßen mehrere Kinder ohne jede Sicherung. Zwei von ihnen befanden sich sogar zwischen Koffern und Taschen im Kofferraum. Auf der Rückbank drängten sich weitere Kinder – ohne Gurt, ohne Kindersitz. Für die Beamten war sofort klar: Hier ging es nicht nur um einen Verkehrsverstoß, sondern um eine massive Gefährdung der kleinen Passagiere.
Die Kontrolle fand auf der Autobahn bei Ruhstorf an der Rott statt. Eine Familie aus Bulgarien war mit ihrem Wagen auf dem Weg in die Niederlande. Doch das Fahrzeug bot deutlich weniger Sitzplätze als Personen an Bord waren. Für die Kinder gab es weder geeignete Sitze noch ausreichende Sicherungsmöglichkeiten. Die Beamten beendeten die Weiterfahrt sofort. Schließlich musste ein Bekannter der Familie anreisen, um zwei der Kinder abzuholen, für die im Fahrzeug überhaupt kein Platz vorgesehen war. Gegen den Fahrer wurde Anzeige erstattet. Laut Polizei droht ihm nun eine empfindliche Geldbuße wegen der massiven Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften.
Doch damit nicht genug: In der Nähe des Grenzübergangs Kirchdorf am Inn machten Beamte kurz darauf eine ähnlich alarmierende Entdeckung. In einem weiteren Fahrzeug waren ebenfalls deutlich mehr Personen unterwegs als erlaubt. Mehrere Erwachsene und eine große Gruppe von Kindern saßen dicht gedrängt im Wagen – auch hier ohne jede Sicherung. Die Ermittler stellten zusätzlich fest, dass der Fahrer gar keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Die Polizei leitete Ermittlungen ein. Während einige der Insassen vorübergehend in einem Hotel untergebracht wurden, verbrachten der Fahrer und seine Frau die Nacht im Fahrzeug – sie warteten auf ein weiteres Auto, das die Reise schließlich fortsetzen sollte. Für die Beamten bleibt der Einsatz ein drastisches Beispiel dafür, wie leichtsinnig mit der Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr umgegangen werden kann.
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