Erster Alpen-Schnee: Kommt bald strenger Frost?

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Der November beginnt in den Bergen winterlich: In den bayerischen Alpen ist der erste Schnee gefallen. Für die kommenden Nächte erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) leichten Frost. Einzelne Wettermodelle rechnen um den 10. und 11. November sogar mit deutlich kälterer Luft – sicher ist das aber noch lange nicht.

Schnee auf Wendelstein und Tegelberg

An der Bergstation der Tegelbergbahn bei Schwangau und auf dem Wendelstein lag am Sonntag Schnee, berichtet BILD; auf dem Wendelstein räumten Arbeiter demnach bereits mit der Schneefräse die Besucherterrasse. Auch auf dem Fichtelberg im Erzgebirge war es laut BILD weiß.

Der DWD bestätigt in seinem Wetterbericht vom Sonntag leichten Schneefall an den Alpen mit einer Schneefallgrenze, die auf etwa 1000 Meter sinkt. Darüber erwartete der Wetterdienst 1 bis 5 Zentimeter Neuschnee, in höher gelegenen Staulagen der östlichen Alpen 10 bis 15 Zentimeter. Als Ursache nennt der DWD hohen Luftdruck und „alternde Polarluft“, im Südosten zusätzlich ein Tief in höheren Luftschichten.

Was der DWD für die nächsten Tage vorhersagt

  • Nacht zum Montag (2.11.): vor allem in der Südhälfte vielerorts leichter Frost bis minus 3 Grad, in Mittelgebirgstälern etwas darunter; in der Mitte und im Süden häufig dichter Nebel.
  • Montag: Höchstwerte 4 bis 12 Grad, oft stark bewölkt.
  • Nächte zum Dienstag bis Donnerstag: Tiefstwerte jeweils bis minus 2 bzw. minus 3 Grad, an der See deutlich milder.

Von minus 10 Grad ist in der DWD-Vorhersage bis Donnerstag keine Rede.

Woher die „minus 10 Grad“ kommen

Die Zahl stammt aus Modellberechnungen, die Meteorologe Dominik Jung (wetter.net) in mehreren Kolumnen beschreibt, unter anderem bei Merkur und Frankfurter Rundschau. Danach könnten mehrere Läufe des europäischen Wettermodells ECMWF um den 10. und 11. November ein kräftiges Hoch über der Nordsee und ein Tief über der Ostsee aufbauen. Dazwischen würde kalte Luft aus Nordosten nach Deutschland strömen.

Wichtig für die Einordnung: Die minus 6 bis minus 10 Grad beziehen sich laut wetter.net auf eine Höhe von rund 1500 Metern – um diese Zeit üblich sind dort etwa 0 Grad. In klaren Nächten könnte es am Boden laut wetter.net vor allem im Osten und in den Mittelgebirgen auf minus 5 bis minus 10 Grad abkühlen; Jung nennt bei Merkur zudem geschützte Alpentäler mit bis zu minus 10 Grad. Das wäre also allenfalls örtlich so kalt, nicht flächendeckend.

Und: Gesichert ist das Szenario nicht. Laut wetter.net reicht die DWD-Vorhersage derzeit nur bis zum 9. November und enthält den Kältevorstoß noch nicht. Jung selbst schreibt, die Prognose „wackle“ noch – je nachdem, wo sich das Hoch einrichtet, könnten auch wieder mildere Atlantiktiefs durchkommen.

Tipps vom Meteorologen

Sollte die Kälte kommen, rechnet Jung laut Merkur verbreitet mit Frost und glatten Straßen. Wer noch Sommerreifen fahre, solle langsam einen Werkstatttermin machen, rät er.

Stand der Vorhersagen: 1. November 2026.

Quellen: BILD, Deutscher Wetterdienst, wetter.net, Merkur, Frankfurter Rundschau

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