Bad Neustadt a.D. Saale: Betrüger nistet sich in Kliniken ein – 40-Jähriger sitzt in Haft!

Bad Neustadt a.D. Saale

 

BAD NEUSTADT A.D.SAALE, LKR. RHÖN-GRABFELD. Obwohl der Großteil der Bevölkerung froh ist, wenn er nicht ins Krankenhaus muss, war genau das das erklärte Ziel eines 40-Jährigen. Der Beschuldigte hat das gesamte Jahr über immer wieder Krankheiten vorgetäuscht, um stationär in Kliniken aufgenommen zu werden. Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt prüft derzeit mehrere Fälle in Bayern, während der 40-Jährige bereits in Haft sitzt.

 

Der 40-Jährige ist dringend tatverdächtig, seit seiner Entlassung aus einer Justizvollzugsanstalt im Januar 2018 immer wieder Krankheiten vorgetäuscht zu haben, um dann in unterschiedlichen Kliniken im Bundesgebiet aufgenommen zu werden. Dort lag der Mann dann oft für mehrere Tage auf den Stationen, ließ zahlreiche Untersuchungen über sich ergehen oder sich in Spezialkliniken überweisen. Um nicht aufzufallen, benutzte der 40-Jährige regelmäßig falsche Personalien. Doch in einer Klinik in Bad Neustadt an der Saale bemerkte das Personal schließlich den Schwindel, als der angebliche Patient widersprüchliche Angaben machte. Bei der Überprüfung seiner Angaben und nach Rücksprache mit anderen Einrichtungen fand die Bad Neustädter Polizei dann schließlich heraus, dass der Mann gar nicht erkrankt sondern ein Betrüger war.

Er hatte sich stets als Privatpatient ausgegeben, obwohl er bei keiner Krankenkasse versichert ist. Den betroffenen Kliniken entstand so ein Sachschaden von jeweils mehreren tausend Euro, der Gesamtschaden ist noch nicht abschätzbar.

Der 40-Jährige wurde zunächst in ein Bezirkskrankenhaus gebracht und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt schließlich Ende September der Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Schweinfurt vorgeführt. Die Ermittlungsrichterin bekräftigte den bereits bestehenden Haftbefehl gegen den Mann und ordnete die Einweisung des Mannes in die psychatrische Abteilung einer Justizvollzugsanstalt an.

Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt prüft nun auch die Übernahme weiterer Fälle aus Bayern und dem Bundesgebiet.