Brexit – Lindner ist nicht ernst zu nehmen

Brexit

Urheber: mlucan / 123RF Standard-Bild
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Auf dem Europaparteitag seiner FDP hat ihr Vorsitzender Christian Lindner am Sonntag beklagt, dass deutsche Politik hier gravierende Versäumnisse habe. Wenn man genauso oft nach London gefahren wäre wie nach Athen, als dort die Hütte brannte, hätte es mehr Chancen gegeben, einen Austritt Englands aus der EU zu verhindern. Eine solche Argumentation ist kein Blödsinn, sondern totaler Blödsinn. (…) In Großbritannien hat ein Schwergewicht Europas, verführt von einem Premierminister, der selbst von seiner Idee einer Volksabstimmung verführt war, einen Irrsinnsweg beschlossen. Da helfen keine regelmäßigen Besuche von Angela Merkel oder einem Außenminister. Das wäre bei einer solchen nationalistischen Aufwallung, die von den antieuropäischen Hitzköpfen auch noch ständig befeuert wurde, eher sogar kontraproduktiv. Europäische Politik in Brüssel, aber auch in Berlin hat alles getan, was in ihrer Macht stand, um zu helfen, zu vermitteln, und hat seriöse Angebote gemacht. Aber die Boris Johnsons dieser Welt haben genau nicht auf Angela Merkels Ratschläge gewartet! Sie laufen lieber blindlings und fanatisch auf den Abgrund zu.

 

Straubinger Tagblatt