Jazz-Sänger: #Bushido mit seinem #frauenfeindlichen #Scheißdreck finde ich #grauenhaft!

 

Jazz-Sänger will Echos nicht zurückgeben – „Habe mir Preise durch harte Arbeit verdient

Osnabrück. Jazz-Sänger Thomas Quasthoff will nach dem Echo-Eklat seine sechs Musikpreise keinesfalls zurückgeben. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) kritisierte der frühere Star-Bariton und mehrfache Grammy-Gewinner die jüngste Auszeichnung für deutsche Rapper und griff in diesem Zusammenhang auch den Rapper und Produzenten Bushido an: „Bushido mit seinem frauenfeindlichen Scheißdreck finde ich, mit Verlaub, genauso grauenhaft.“

Quasthoff monierte die Entscheidung des Bundesverbandes Musikindustrie, die Rapper Farid Bang und Kollegah mit dem Echo auszuzeichnen: „Dass man am Holocaust-Gedenktag diesen Preis an diese, Entschuldigung, geistig minderbemittelten Typen vergibt, finde ich, ehrlich gesagt, traurig und ganz schlimm.“

Er sehe keinen Anlass, dem Beispiel anderer Künstler zu folgen und seine Trophäen zurückzugeben: „Ich finde das populistisch, ich finde es dumm. Das würde ich auch Daniel Barenboim so sagen: Ich kann mich öffentlich dazu äußern, aber ich muss doch den Preis nicht zurückgeben.“ Er habe für seine Auszeichnungen 13 Jahre lang sehr hart gearbeitet, um mit den Berliner Philharmonikern, mit den Münchner Philharmonikern und den besten Dirigenten der Welt zu musizieren. Quasthoff: „Das habe ich mir nicht erklaut, und ich habe mich auch nicht auf Kosten anderer Leute oder von Randgruppen lustig gemacht, sondern habe mir diese Preise durch harte Arbeit wirklich verdient.“

 

Neue Osnabrücker Zeitung